Ende September: Achtung Varroa-Befall!  Auf einer Bienen haben wir, angeheftet am Hinterleib, eine Varroa-Milbe beobachten können. Hoffentlich ist das nur ein Einzelfall!

Der braune Punkt auf dem Hinterleib der Biene in der Mitte ist eine Varroa Milbe, die von der Biene in eine Brutwabe gelangt, dort vermehrt sie sich und schädigt die Bienenlarve...
Der braune Punkt auf dem Hinterleib der Biene in der Mitte ist eine Varroa Milbe, die von der Biene in eine Brutwabe gelangt, dort vermehrt sie sich und schädigt die Bienenlarve...
... die jungen Varroa-Milben steigen dann wieder auf neue Bienen und befallen weitere Brutwaben. So kann das Bienenvolk dermaßen geschwächt werden, dass es den Winter nicht übersteht.
... die jungen Varroa-Milben steigen dann wieder auf neue Bienen und befallen weitere Brutwaben. So kann das Bienenvolk dermaßen geschwächt werden, dass es den Winter nicht übersteht.

Mitte September: In die Bienenvölker werden In-Out-Thermometer eingebracht, die die Temperatur  innerhalb des Bienenstocks sowie die Außentemperatur messen.


Schon jetzt ist es im Bienenstock zehn grad wärmer als draußen!
Schon jetzt ist es im Bienenstock zehn grad wärmer als draußen!

Anfang September: Die RJO bekommt Besuch aus Kalifornien: Teilnehmer der Konferenz Schoolyard Diversity Berlin 2017 interessieren sich für unsere Aktivitäten zur  Biodiversität auf dem Schulgelände

Herr Dietzen von "Grün macht Schule" begrüßt die Teilnehmer am Schultor.
Herr Dietzen von "Grün macht Schule" begrüßt die Teilnehmer am Schultor.
Die Gäste sind begeistert vom Schulgarten...
Die Gäste sind begeistert vom Schulgarten...
...und von der Imkerei, wo es natürlich auch einen Löffel Honig zum Kosten gibt.
...und von der Imkerei, wo es natürlich auch einen Löffel Honig zum Kosten gibt.

Ende August: Vorbereitung auf den Winter durch Mensch und Bienen

Die Bienen wurden schon gegen die parasitische Varoamilben behandelt und sie haben schon Winterfütter bekommen. An den warmen Tagen sind sie dennoch fleißig und am Flugloch herrscht reges Treiben.
Die Bienen wurden schon gegen die parasitische Varoamilben behandelt und sie haben schon Winterfütter bekommen. An den warmen Tagen sind sie dennoch fleißig und am Flugloch herrscht reges Treiben.
Die Flugbienen besuchen z. B. die Disteln (Cirsium vulgare)...
Die Flugbienen besuchen z. B. die Disteln (Cirsium vulgare)...
... das Johanniskraut ( Hypericum perforatum)...
... das Johanniskraut ( Hypericum perforatum)...
oder die Nachtkerze (Oenothera sp.), um für die Bienlarven, die einmal als ausgewachsene Bienen den Winter überstehen müssen, Pollen und Honignektar zu sammeln.
oder die Nachtkerze (Oenothera sp.), um für die Bienlarven, die einmal als ausgewachsene Bienen den Winter überstehen müssen, Pollen und Honignektar zu sammeln.

 

Anfang August: Zuzug in den Bienengarten der RJO

 

Nun stehen schon vier Bienenvölker in unserem Bienengarten.

Das Bienenvolk in der Beute im Vordergrund stammt von Frau Hesse. Sie ist Mutter einer Schülerin unserer Schule und hat gerade einen Bienen- und Imkerlehrgang an der TU-Berlin erfolgreich absolviert. Ihr erstes Bienenvolk steht nun neben den RJO Bienen und wir unterstützen uns gegenseitig bei der Betreuung und Pflege der Bienen.

 

Anfang Juli: Endlich ist es Zeit zur Honigernte!

Die vollen Honigwaben werden in die Imkerei gebracht...
Die vollen Honigwaben werden in die Imkerei gebracht...
...die Waben werden entdeckelt...
...die Waben werden entdeckelt...
...in die Schleuder gestellt...
...in die Schleuder gestellt...
...und der Honig wird vorsichtig aus den Waben herausgeschleudert.
...und der Honig wird vorsichtig aus den Waben herausgeschleudert.

Die Bienenvölker entwickelten sich so gut, dass wir Ende Juni sogar einen zweiten Ableger bilden konnten. Das Bienenvolk, das wir im Frühling bekommen hatten, erkennbar am roten Einflug-Gitter, lebt inzwischen auf drei Etagen. In Stockwerk 1 und 2 lebt die Königin mit und ihr Hofstaat, der die ihre Brut versorgt. OG 3 ist durch ein enges Gitter abgetrennt, das nur die schlanken Arbeiterinnen passieren können, die dort den Honig eintragen.


Am 16. Juni war das Schul-Sommerfest!

Viele Besucher schauen sich die Imkerei an, kosten Honig...
Viele Besucher schauen sich die Imkerei an, kosten Honig...
...und interessieren sich für die Bienenhaltung. Inzwischen haben wir unser Bienenvolk  geteilt. Die Arbeiterinnen des Ablegers haben eine neue Königin herangezogen und so es ist ein zweites Bienenvolk entstanden.
...und interessieren sich für die Bienenhaltung. Inzwischen haben wir unser Bienenvolk geteilt. Die Arbeiterinnen des Ablegers haben eine neue Königin herangezogen und so es ist ein zweites Bienenvolk entstanden.
Julia, rechts im Bild, arbeitet seit drei Jahren in der Imkerei mit und kann den Besuchern alles genau erklären.
Julia, rechts im Bild, arbeitet seit drei Jahren in der Imkerei mit und kann den Besuchern alles genau erklären.

Juni: Das Bienenvolk wächst zusehends!

Am Flugloch herrscht reger Flugverkehr. Die Bienen tragen fleißig Pollen und Nektar ein und
Am Flugloch herrscht reger Flugverkehr. Die Bienen tragen fleißig Pollen und Nektar ein und
... das Volk entwickelt sich prächtig!
... das Volk entwickelt sich prächtig!
Das kann man an den vollen Brutwaben erkennen.
Das kann man an den vollen Brutwaben erkennen.

Ende Mai: Wir haben einen eigenen Sonnen-Wachs-Schmelzer bekommen...

und probieren ihn natürlich sofort aus:
und probieren ihn natürlich sofort aus:
...leere Wachswaben werden in den Schmelzkasten gelegt...
...leere Wachswaben werden in den Schmelzkasten gelegt...
... der Wachs schmilzt, fließt nach unten und sammelt sich in einer Metallform.
... der Wachs schmilzt, fließt nach unten und sammelt sich in einer Metallform.

Anfang Mai: Die neuen Bienen sind da!

Unsere drei Beuten wurden von den jungen Imker*n abgeschliffen und mit  Leinölfirnis behandelt. In die rechten Beute wurde ein Bienenvolk von einem befreundeten Imker eingesetzt.
Unsere drei Beuten wurden von den jungen Imker*n abgeschliffen und mit Leinölfirnis behandelt. In die rechten Beute wurde ein Bienenvolk von einem befreundeten Imker eingesetzt.
Vorsichtig wird der Verschluss des Ausflugs geöffnet. Oben sieht man die mit Bienen vollbesetzten Wabenrämchen.
Vorsichtig wird der Verschluss des Ausflugs geöffnet. Oben sieht man die mit Bienen vollbesetzten Wabenrämchen.
Dann können die Bienen zu ihrem ersten Orientierungsflug ausfliegen und die Umgebung ihres neuen Zuhauses erkunden.
Dann können die Bienen zu ihrem ersten Orientierungsflug ausfliegen und die Umgebung ihres neuen Zuhauses erkunden.

Bienen-AG-Treffen im März und April: Nisthilfen bauen, Beuten säubern und  Teich reinigen


Bohrlöcher in Harthölzern wie Kirsche, Eiche und Robinie dienen als Nisthilfen für Wildbienen, die ursprünglichen Landschaften in Käferfraßgängen in morschem Holz nisten.

 

Bambusstangen, die zusammen gebunden werden, bieten ebenfalls vielen Wildbienenarten einen Nistplatz.

Für die Nisthilfen wir ein überdachter Unterstand gebaut.
Für die Nisthilfen wir ein überdachter Unterstand gebaut.

Norbert Langer untersucht die Beuten mit dem abgestorbenen Bienenvolk. Möglicherweise hat der Kälteeinbruch dazu geführt, dass die Bienen  nicht zur nächsten Futterwabe gelangen konnten und so an der bereits ausgefressenen Wabe verhungert sind.

Die Holzbeuten werden abgeschliffen und frisch eingeölt.
Die Holzbeuten werden abgeschliffen und frisch eingeölt.
Die Rähmchen müssen gereinigt werden.
Die Rähmchen müssen gereinigt werden.
Dringend notwendig war die Reinigung des Schul-Teiches, an dem auch unsere Bienen im Sommer Wasser sammeln. Auf der Eisdecke, die noch vor kurzem darauf war, hatte sich eine Menge Müll angesammelt, der nur im Teich herum schwamm.
Dringend notwendig war die Reinigung des Schul-Teiches, an dem auch unsere Bienen im Sommer Wasser sammeln. Auf der Eisdecke, die noch vor kurzem darauf war, hatte sich eine Menge Müll angesammelt, der nur im Teich herum schwamm.
Die alten Waben werden mit einem Gasbrenner ausgebrannt.
Die alten Waben werden mit einem Gasbrenner ausgebrannt.


Biotoppflege für bodenbrütende Wildbienen Anfang März´17

An diesem nach Süden ausgerichteten Hang konnten im letzten Frühjahr verschiedene Wildbienearten beobachtet werden, die ihre Nester im Boden anlegen. Im Laufe des Jahres nahm der Pflanzenbewuchs dort stark zu.

Um den Hang für Wildbienen attraktiv zu halten, wurde der Pflanzenbewuchs entfernt. Zu viele Pflanzen bringen nämlich zu viel Schatten und zu viele Nährstoffe in den Boden. Dadurch kann sich die Bienenbrut nicht gut entwickeln.


Kontrolle der Hummelnisthilfen Anfang März ´17

Schon im letzten Jahr haben wir insgesamt drei Hummelnisthilfen bereitgestellt. Diese imitieren verlassene Mäusenester, in denen Stein- und Ackerhummeln besonders gerne nisten. Hummlvölker leben nur ein Jahr. Die jungen Königinnen überwintern und verlassen im Frühling ihre Winterverstecke, um neue Nester zu suchen. Zwar hat sich im letzten Jahr kein Hummelvolk in unseren Nester entwickelt, wir fanden aber eine tote Hummelkönigin darin, die vielleicht nicht überlebt hatte, weil es noch einmal kalt geworden war. Zumindest hatte diese Jungkönigin aber Interesse an unserem Nest und vielleicht schafft es in diesem Jahr eine Königin ein Nest anzulegen.

Im Vordergrund am Boden sieht man eine Hummelnisthilfe, die wir schon im letzten Jahr bereitgestellt hatten.

Der Blumentopf wird in in die Erde eingegraben. 

Die Nisthilfen bestehen aus einem umgedrehten Blumentopf und einem Tonteller, der als Dach und Regenschutz dient.

Als Unterlage wird der Boden mit Steinen ausgelegt, damit sich kein Regenwasser staut. Darüber legt man Polsterwolle, um das Nest für die Hummelkönigin gemütlich zu machen. Darüber stellt man den Blumentopf.



Rätselhaftes Bienensterben!

Tote Bienen sitzen in der Beute noch in der Wintertraube.
Tote Bienen sitzen in der Beute noch in der Wintertraube.

Am 15.02.17 wurde es plötzlich sehr warm und wir schauten nach unseren Bienen. Wir erwarteten, dass die Tiere in der wärmenden Sonne ausfliegen, um ihre Kotblase zu entleeren. Jetzt ist die Zeit, in der das Brutgeschäft beginnt. Die Königin fängt also an Eier zu legen und das Volk verjüngt sich.  

Zu unserer Verwunderung war an den Beuten aber kein Flugverkehr zu beobachten. Die Bienen summten auch nicht laut auf, als wir gegen die Beute klopften. Wir hatten schon die schlimmsten Befürchtungen!

Diese bestätigten sich, als wir die Beute öffneten: Zu unserem großen Entsetzen waren alle Bienen tot! Es sah so aus, als ob die Bienen in der Wintertraube im vorderen Bereich der Beute sitzen, doch sie saßen, wie im Dornröschenschlaf, auf und in den Waben und bei Berührung fielen sie leblos zu Boden. Kein Tier war mehr lebendig! 

Der Grund für dieses Massensterben ist völlig unklar. In der Literatur ist so etwas zwar beschrieben, die Ursachen dafür sind aber noch unbekannt.

Wir telefonierten sofort mit anderen Imkern, dem Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf, dem Institut für Bienenforschung der FU-Berlin und berichteten dem Imkerverein-Wilmersdorf sowie dem Netzwerk-Schulbienen von unserer Situation. Die Bestände bei einem befreundeten Imker sehen ganz gut aus und er versprach uns Bienen abzugeben, wenn nicht auch bei Ihm noch eine Katastrophe eintritt. Jetzt hoffen wir auf die Anschaffung neuer Bienenvölkern im April!

Bienen sitzen tot auf der Wabe.
Bienen sitzen tot auf der Wabe.
Tote Bienen stecken auch in den Zellen. Sie sind wohl bei der Futteraufnahme gestorben.
Tote Bienen stecken auch in den Zellen. Sie sind wohl bei der Futteraufnahme gestorben.



Die Teilnehmer der AG-Schulimkerei im Januar 2017, nachdem der letzt Honig des Vorjahres in Gläser abgefüllt worden ist.

Der Honig wird aus der Honigschleuder durch ein Sieb in einen Eimer geleitet.

Zwischendurch muss natürlich die Qualität des Honigs getestet werden.
Zwischendurch muss natürlich die Qualität des Honigs getestet werden.

Aus dem Sammeleimer wird der Honig in Gläser abgefüllt.

Die Gläser werden mit Gewährverschlüssen und Etiketten versehen.
Die Gläser werden mit Gewährverschlüssen und Etiketten versehen.

Die Etiketten werden mit der Honigsorte beschriftet.

Das Haltbarkeitsdatum wird mit einem Stempel auf das Etikett gedruckt.
Das Haltbarkeitsdatum wird mit einem Stempel auf das Etikett gedruckt.

So arbeiten alle in perfekter Arbeitsteilung Hand in Hand.